Jugendlicher mit schwierigem Hintergrund beim Kuscheln mit einem Hund
Jugendlicher mit schwierigem Hintergrund beim Kuscheln mit einem Hund

Wir bieten verschiedene tiergestützte Projekte an:

 

  • "Streunerkatzen-Projekt": Kinder und Jugendliche versorgen und betreuen mit Begleitung einer Fachkraft 25-30 Streunerkatzen (medizinische Versorgung, Kastration, Fütterung, Bau von Winterunterkünften usw.)
  • "Kaninchen ohne Plastik": Klienten errichten mit uns gemeinsam artgerechte Kaninchengehege, gestalten Posterpräsentationen über ihre Arbeit, sägen, basteln, schneiden, werkeln...für die Tiere (tiergestützte Abeit ohne direkten Tierkontakt ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit)!
  • "Fotoprojekt": Menschen mit schwierigem Hintergrund oder besonderem Förderbedarf fotografieren selbstständig die Tiere ihrer Wahl und stellen diese Bilder aus. Tolle Momentaufnahmen entstehen.
  • "Chinchillas: nur gemeinsam, nicht einsam": junge Menschen mit schweren multiplen Störungsbildern errichten mit uns gemeinsam artgerechte Großvolieren für aufgenommene Chinchillas in Not, zw. bauen die Quarantänevolieren auf. Ziel: Einzelne, einsame Chinchillas wieder zu vergesellschaften und ihnen eine Familie zu schenken.

Seitdem 1972 der Kinderpsychiater Boris Levinson die Wirkung von Hunden als Eisbrecher für „therapiemüde“ Kinder beschrieben hat, gibt es unzählige Forschungs-ergebnisse, die gesundheitsfördernde Wirkungen von Tieren bei der Entwicklung von Menschen unter gewissen Vor-aussetzungen nachweisen.

In der Praxis werden Tiere als Medium in der Therapie (tiergestützte Therapie), in der Pädagogik (tiergestützte Pädagogik), in der Sozialarbeit bei Fördermaßnahmen und bei Aktivitäten eingesetzt.

 

Heutige anthrozoologische Forschungsaussagen subsumieren, dass bestimmte Geräusche (Rauschen) zwischen ge-sprochenem Wort und nonverbaler Mimik und Gestik bei der Interaktion mit Tieren nicht vorkommt und damit eindeutiger  ist. Das bedeutet, die Tiere sind ehrlich, sie lügen und sie beurteilen nicht. Darüber hinaus helfen sie über den sog. „Aschenputteleffekt“ bei der Entwicklung von authentischen Verhaltensmustern (Jeder wird so angenommen wie er ist, authentisch und nicht verstellt). Hier liegt der Vorteil des Einsatzes bei tiergestützten sozialen Fördermaßnahmen.

Um in der Reflektion von Übungen mit dem Medium Tier die Übertragung auf die menschlichen Gruppen aufgrund von Analogien bewältigen zu können, nutzt man sozial hoch entwickelte Lebewesen, wie Pferde, Hunde, Katzen, Kleintiere u.a. für tiergestützte Fördermaßnahmen. Sie leben in festen Sozialverbänden, die durchaus als Familienverbände bezeichnet werden können, die aber nicht mit einer autoritären Hierarchiestruktur  verwechselt werden dürfen.

 

Dieses hoch entwickelte Sozialverhalten lässt sich nur bei artgerechter Haltung verwirklichen. Die wesentlich sensiblere Sinnesphysiologie und damit andere Wahrnehmung der Tiere  gestattet es, Gruppenmitglieder, aber auch fremde Menschen, aus anderer Perspektive manchmal subtiler zu „lesen“ (decodieren). Ethologen sind in der Lage, Verhaltensweisen der Tiere zu interpretieren, Sozialarbeiter können Impulse bzw. Anleitungen für Verhaltensänderungen des Menschen setzen bzw. geben.

Die Seelentröster - Tiergestützte Interventionen
Flyer Tiergestützte Interventionen Die S
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Menschen und Tiere mit Behinderungen können Freude am Leben haben! Gesehen auf www.facebook.com
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